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Namibia 2. Teil

 

 

 

Nun wird es ernst, die Rundreise begínnt : Jetzt heißt es Aufstehen um 06:00, Abfahrt 07:30 zum Naute Damm (Staudamm), dann weiter zum Fish River Canyon, der zweitgrößte Canyon nach dem Grand Canyon in der USA. Er ist 161 km lang und 450m – 550 m tief. Der Anblick ist atemberaubend und für mich beeindruckend ist die Stille, die man förmlich spürt und daß man in der Stille auch die ganz leisen Töne hört. Nach einem Spaziergang am Rande des Canyons in der Hitze des Tages konnten wir mit Erdmännchen spielen. Gegen Mittag dann Weiterfahrt zur Canyon Village Lodge, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Es sind 35 Doppelzimmer in der Nähe an einer riesigen Felswand gebaut, sehr rustikal und heiß. Das Gepäck wird von 2 Eseln zu den Zimmern gebracht, sie heißen sinnigerweise Suitcase und Luggage. Die einzige Erfrischung ist der Pool und das kalte Hansabier (natürlich nach den deutschen Reinheitsgesetz gebraut). Die Lebensmittel für die Lodge (gehört zu einer Kette) werden selbst produziert und wurden dann bei einem kleinen Lunch ausprobiert, danach Siesta und um 18.30 bestiegen wir einen Steinhügel in der Nähe der Lodge, um dort den Sonnenuntergang zu betrachten. Leider war ein kleiner Anstieg vonnöten, aber Dank meines Trainings des Nordic Walkings habe ich auch diesen Anstieg gut überstanden. Beim Abstieg hüpfte ich wie ein Bergzebra, wie ein Mitreisender sagte, ja ,früher hätte "mann" gesagt, ich hüpfe wie eine Gazelle. Das Abendessen war lecker, Strauß gegrillt , Lamm gebraten, aber es war einfach nur heiß, nachts immer noch 30 Grad, wir haben uns den Ventilator vors Bett gestellt und am Fußende geschlafen oder es zumindest versucht.

 

   

   

Diesmal fiel uns das Aufstehen nicht so schwer, um 6.00 waren es immerhin erst 26 Grad. Beim Frühstück guckten alle etwas müde aus der Wäsche, aber um 07:30 war dann Abfahrt nach Lüderitz, die Stadt am Atlantik über Seeheim, Übergang zur Namib- Wüste ,,immer entlang der Bahnlinie zum Ort Aus (hier befand sich während des 1. Weltkrieges ein Internierungslager , in dem 1500 Deutsche interniert waren bis zur Auflösung 1919. Es ist ein trostloser Ort, ein Krämerladen, 1 Hotel, das gerade renoviert wird und eine Bahnstation, die mangels Gleisen (werden renoviert) grade außer Betrieb ist. Im Krämerladen konnte man ein paar Erfrischungen kaufen und ansonsten war Pipipause angesagt. Jetzt ging es weiter durch die Namib Wüste nach Lüderitz. Die Wüste verändert jetzt ihr Gesicht , es ist jetzt Sperrgebiet wg. des ehemaligen Diamantenschürfsgebietes. Wir sahen Wildpferde  

 

am Rande, es soll noch ca. 200 davon geben. So langsam formt sich die Wüste zu Sanddünen. Gegen 13:00 dann Ankunft in Lüderitz (ca. 17.000 Einwohner), benannt nach dem Kaufmann Adolf Lüderitz. Der Temperaturunterschied zur Lodge waren ca. 15 Grad, man musste den Pulli rausholen. Am Nachmittag sind wir durch den Ort mit den malerischen Häusern spaziert, es gibt dort ein "Schröderhaus Nr 1", ob sich da Herr Schröder ein neues Zuhause aufbaut? wohl eher nicht, denn es doch ein sehr beschaulicher Ort. Weiterfahrt zu den Buchten von Lüderitz. Es erwartete uns ein einmaliges Schauspiel der Natur: Da Nordwind war, kam Nebel auf, so schoben sich die Nebelwolken vor die Wellen, die hier am Atlantik ziemlich hoch sind. Im Wasser wurden große Algen angeschwemmt, aus denen Aga Aga hergestellt wird, auf den Felsen im Wasser sah man Möwen und Pinguine. Langsam kam die Sonne wieder durch und es ergaben sich schöne Fotomotive. Weiter ging es zum Diaz Point. Hier wurde 1488 vom Portugiesen Bartolomeu Diaz ein Steinkreuz errichtet, da er dort vor den Stürmen Schutz in der Bucht suchte. Die Reste des Originalkreuzes befinden sich jetzt in Kapstadt. 1929 wurde hier ein symbolisches Kreuz aufgestellt. Seit 1988 befindet sich dort eine Replika des ehemaligen Diazkreuzes.1911-12 wurde ein Holzsteg angelegt zu dem Felsvorsprung . Vorgelagert ist eine Insel, wo die Ohrenrobben ein Heidenlärm machen. 3 Heuler hatten sich verirrt und riefen jämmerlich nach ihrer Mama. Hans versuchte die Tiere in die richtige Richtung zum Meer zu schicken, einer wollte nicht so recht. Ich nahm das Tierchen auf den Arm, es fühlte sich an wie eine nasse Katze, es wog so ca. 8 Kilo und guckte mich mit seinen großen Kulleraugen an. Wir haben es dann wieder ins Wasser gelegt um den "Menschengeruch" abzuwaschen, damit die Mama ihr Junges wiederfindet. Abends gab es dann lecker Fisch beim gemeinsamen Abendessen und später ein gemütliches Bett mit Meeresrauschen.